Projektträger:

Universität Innsbruck, TU München Regionalentwicklung Oberland KU, Landkreis Miesbach, Amt der Tiroler Landesregierung, Tourismusverband Achensee, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Planungsverband 23 Achental; Assoziierte Partner: Regionalmanagement Schwaz Planungsverband Schwaz, Jenbach und Umgebung, Planungsverband Zillertal

Laufzeit:

01.09.2026-30.09.2027

Projektsumme:

48.134,40 €

Förderprogramm:

INTERREG Österreich-Bayern

Aktionsfeld:

Umweltschonende Mobilität

Grenzüberschreitende Verkehrsdaten als Grundlage für nachhaltige Mobilität

Mobilität ist eines der zentralen Handlungsfelder der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Euregio Schwaz/Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach (SBM). Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr zu stärken, den motorisierten Individualverkehr (MIV) zu reduzieren und die verbleibenden Verkehrsströme möglichst verträglich für Mensch und Umwelt zu gestalten.

Um wirksame Maßnahmen für die grenzüberschreitende Verkehrslenkung und -steuerung entwickeln zu können, braucht es eine verlässliche Datengrundlage. Das Projekt schafft dafür die notwendigen Zahlen, Daten und Fakten und bildet damit die Basis für fundierte Entscheidungen im Mobilitätsmanagement.

Ausgangslage

In der ersten Projektphase wurden bereits vorhandene Verkehrsdaten in der Euregio SBM erhoben und analysiert. Dabei wurde die bestehende Datenlage erstmals grenzüberschreitend dokumentiert und wesentliche Datenlücken identifiziert. Diese betreffen insbesondere:

  • grenzüberschreitende Verkehrsströme (Quell-, Ziel- und Durchgangsverkehr),
  • Unterschiede zwischen Alltags- und Freizeitverkehr,
  • Potenziale für Verkehrslenkung und alternative Routen,
  • Motive und Entscheidungsgründe bei der Verkehrsmittel- und Routenwahl sowie
  • Informationskanäle, über die Verkehrsteilnehmer:innen erreicht werden können.

In der derzeit laufenden zweiten Projektphase werden diese Lücken geschlossen. Dazu wird das bestehende kamerabasierte Erhebungsnetz (ANPR) von Miesbach auf die Regionen Bad Tölz-Wolfratshausen und Schwaz erweitert. Ergänzend finden jeweils eine Winter- und eine Sommerbefragung von Reisenden am Achenpass statt. Das Ergebnis ist eine gemeinsame grenzüberschreitende Verkehrsdatenbasis für die gesamte Euregio.

Projektinhalt

In der dritten und abschließenden Projektphase werden die erhobenen Verkehrsdaten umfassend analysiert und ausgewertet. Dabei werden sowohl die Ergebnisse der ANPR-Erhebungen als auch jene der Befragungen bewertet und miteinander verknüpft.

Auf Grundlage dieser Analysen werden konkrete Maßnahmen zur grenzüberschreitenden Verkehrslenkung und Verkehrssteuerung entwickelt. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt anschließend durch die zuständigen Landratsämter sowie die Bezirkshauptmannschaft Schwaz.

Nutzen des Projekts

Von den Projektergebnissen profitieren insbesondere die Fachabteilungen für Mobilität und Verkehr der Landratsämter, der Bezirkshauptmannschaft Schwaz und des Landes Tirol sowie Tourismusorganisationen und Planungsverbände. Sie erhalten eine fundierte Datengrundlage, um zukünftige Mobilitätsmaßnahmen gezielt zu planen und grenzüberschreitend abzustimmen.

Projektzeitraum

Der Projektstart ist für den 1. September 2026 vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt liegen bereits die Ergebnisse der Winter- und Sommerbefragungen sowie erste Auswertungen der laufenden ANPR-Erhebung vor.

Von Jänner bis April 2027 ist eine Projektpause mit Journaldienst vorgesehen, während die Verkehrserhebung weitergeführt wird. Nach Abschluss der ANPR-Erhebung Ende Juni 2027 erfolgen die endgültigen Auswertungen und die Ableitung der Maßnahmen. Das Projekt endet am 30. September 2027.